Filmografie

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1955 - Einmal ist keinmal

1956 – Genesung

1957 – Lissy

1959 – Sterne

1960 – Leute mit Flügeln

1961 – Professor Mamlock

1964 – Der geteilte Himmel

1966 – Der kleine Prinz

1967 – Ich war neunzehn

1971 – Goya

1972/1958 – Sonnensucher

1974 – Der nackte Mann auf dem Sportplatz

1977 – Mama, ich lebe

1980 – Solo Sunny

1981/1982 – Busch singt – sechs Filme über die erste Hälfte des 20. Jahrhundert

 

 

1955 - Einmal ist keinmal

RE: Konrad Wolf ; SZ: Paul Wiens ; DR: Karl Georg Egel ; KA: Werner Bergmann ; DA: Horst Drinda (Peter Weselin), Brigitte Krause (Anna Hunzele) ...

Peter Wesselin, ein Düsseldorfer Musiker, kommt ins vogtländische Klingenthal, um bei seinem Onkel ein paar Wochen geruhsamen Urlaubs zu verbringen. Doch dort, in der Stadt des Instrumentenbaus, stehen die jährlichen Musiktage vor der Tür, und alle stürzen sich mit Kompositionswünschen auf Peter. Das Akkordeonwerk bittet um eine große Komposition fürs Sinfonieorchester, und die hübsche Anna möchte einen Schlager für ihre Jugendtanzkapelle. Aus beschaulichen Ferien wird also nichts , zumal sich Peter in die kecke und anfangs ziemlich launenhafte Anna verliebt. Und auch die Liebesangelegenheiten von Onkel Edeltanne, der ein Auge auf Annas Freundin Elvira geworfen hat, müssen einer Lösung nähergebracht werden ...
(Quelle: Das zweite Leben der Filmstadt Babelsberg : DEFA-Spielfilme 1946-1992 / Hrsg.: Filmmuseum Potsdam ; Red.: Ralf Schenk. – Berlin : Henschel Verl. 1994, S. 374)

 

1956 – Genesung

RE: Konrad Wolf ; SZ: Karl Georg Egel ; Paul Wiens ; DR: Willi Brückner ; KA: Werner Bergmann ; DA: Karla Runkehl (Irene Schorn), Wolfgang Kieling (Friedel Walter) ...

Ein junger Mann, Friedel Walter, stellt sich den Behörden der DDR. Er hat jahrelang unter falschem Namen als Arzt gearbeitet, ohne einer zu sein. Ein klarer Fall, denkt der Staatsanwalt, doch der Ratsvorsitzende Mehlin belehrt ihn eines Besseren. Mehlin ist Walter schon einmal begegnet. 1941, als er aus dem KZ geflohen und schwer verwundet war. Die Widerstandskämpferin Irene hatte ihren Freund, den ehemaligen Medizinstudenten Walter gebeten, dem Genossen zu helfen. Später kam Walter als Sanitäter an die Front, wurde von den Briten gefangengenommen und versehentlich unter dem Namen des gefallenen Dr. Müller registriert. Er klärte den Irrtum nicht auf. Die erfolgreiche Behandlung eines komplizierten Falls konfrontierte ihn nun mit der Vergangenheit. In der Frau des Patienten begegnete er Irene wieder. So entschied er sich, die Wahrheit zu sagen. Das Gericht, das in ihm ein Opfer der Zeitläufe sieht, fällt ein mildes Urteil. Walter wird sein Medizinstudium nachholen können.
(Quelle: Das zweite Leben der Filmstadt Babelsberg : DEFA-Spielfilme 1946-1992 / Hrsg.: Filmmuseum Potsdam ; Red.: Ralf Schenk. – Berlin : Henschel Verl. 1994, S. 378)

 

1957 – Lissy

RE: Konrad Wolf ; BU: Alex Wedding, Konrad Wolf ; DR: Hans-Joachim Wallstein ; KA: Werner Bergmann ; DA: Sonja Sutter (Lissy), Horst Drinda (Fromeyer) ...

Berlin 1932. Lissy ist die Tochter eines sozialdemokratischen Arbeiters und wohnt im
Berliner Wedding. Sie möchte heraus aus dem elenden Milieu und arbeitet als Verkäuferin an einem Tabakstand in der Nähe des Kurfürstendamms. Einer der Kunden, der gutaussehende Angestellte Alfred Fromeyer, ist ihr sehr zugetan. Sie hofft, durch eine Heirat mit ihm den sozialen Aufstieg zu schaffen. Doch kaum ist ihr erstes Kind geboren, hat Fromeyer seine so sicher geglaubte Stellung verloren. Seine Verzweiflung und die Begegnung mit einem alten Freund führen in die SA: In der braunen Uniform gelingt ihm – und damit auch seiner Frau – ein schneller „gesellschaftlicher Aufstieg“, bis zum SA-Sturmführer. Lissy jedoch wird ob dieser Karriere von schmerzhaften Zweifeln geplagt. Ihr Bruder Paul, einst Jungkommunist, trägt nun auch die SA-Uniform. Seine Agitation gegen die reichen Kapitalisten allerdings passt den Nazis nicht ins neue Konzept. Er wird von seinen eigenen Kumpanen erschossen. Durch diesen Vorfall erkennt Lissy nun deutlich ihren fatalen Irrtum. Sie trennt sich von Fromeyer.
(Quelle: Das zweite Leben der Filmstadt Babelsberg : DEFA-Spielfilme 1946-1992 / Hrsg.: Filmmuseum Potsdam ; Red.: Ralf Schenk. – Berlin : Henschel Verl. 1994, S. 383)

 

1959 – Sterne

(CO-Produktion DDR/Bulgarien)
RE: Konrad Wolf ; BU: Angel Wagenstein ; DR: Willi Brückner ; KA: Werner Bergmann ; DA: Sascha Kruscharska (Ruth), Jürgen Frohriep (Walter) ...

Griechische Juden haben 1943 auf ihrer Deportation ins Todeslager Auschwitz einen dreitägigen Aufenthalt in einer kleinen bulgarischen Stadt. Hier begegnet der Wehrmachts-Unteroffizier Walter der Jüdin Ruth. Sie bittet ihn um Hilfe für eine gebärende Mitgefangene. Er hilft so gut er kann, verliebt sich in Ruth und sie sich in ihn. Durch diese Liebe beginnt sich der ehemalige Kunststudent, der als Soldat seine Pflicht erfüllen wollte, zu wandeln. Er gerät in Konflikt mit seinem Vorgesetzten und Freund Kurt, einem überheblichen und brutalen Landser. Zunächst lehnt Walter es ab, den im Wehrmachtsstützpunkt arbeitenden bulgarischen Widerstandskämpfern zu helfen. Sein humanistisches Engagement will er auf die Rettung Ruths begrenzen. Doch er kann ihren Transport nach Auschwitz nicht verhindern.
(Quelle: Das zweite Leben der Filmstadt Babelsberg : DEFA-Spielfilme 1946-1992 /Hrsg.: Filmmuseum Potsdam ; Red.: Ralf Schenk. – Berlin : Henschel Verl. 1994, S. 394)

 

1960 – Leute mit Flügeln

RE: Konrad Wolf ; BU: Karl Georg Egel, Paul Wiens ; DR: Willi Brückner ; KA: Werner Bergmann ; DA: Erwin Geschonneck (Bartuscheck), Wilhelm Koch-Hooge (Dr. Lampert) ...

Die Geschichte des Funkers und Kommunisten Ludwig Bartuscheck aus dem „Lied der Matrosen“ nimmt hier ihre Fortsetzung. Am Ende der Weimarer Republik ist der Mechaniker in den Sperber-Flugzeugwerken geachtet von den Arbeitern wie von Generaldirektor Dehringer. Der bietet ihm eine Ausbildung zum Flugzeugkonstrukteur an und Schutz vor den neuen faschistischen Machthabern, wenn er seiner politischen Überzeugung als Kommunist abschwört. Bartuscheck lehnt ab und geht in die Illegalität. Seine Frau wird verhaftet, Sohn Henne vom Kollegen Otto Friedrich aufgenommen. Nach langem Widerstandskampf gegen Naziregime und Krieg wird Ludwig 1944, als französischer Fremdarbeiter getarnt, von der Roten Armee über Gördeberg, nahe der Sperber-Werke, mit dem Fallschirm abgesetzt. Er soll die dortige Widerstandsbewegung organisieren, wird aber gefaßt und ins KZ gebracht. Nach der Befreiung trifft er Henne wieder. Beide wollen das Werk wieder aufbauen, aber erst gibt es wichtigere Aufgaben im zerstörten Land. Nach Jahren steht auf dem Rollfeld ein neuer Flugzeugtyp, konstruiert und gebaut in der jungen DDR, zum Probestart bereit.
(Quelle: Das zweite Leben der Filmstadt Babelsberg : DEFA-Spielfilme 1946-1992 / Hrsg.: Filmmuseum Potsdam ; Red.: Ralf Schenk. – Berlin : Henschel Verl. 1994, S. 400)

 

1961 – Professor Mamlock

RE: Konrad Wolf ; BU: Karl Georg Egel, Konrad Wolf ; DR: Willi Brückner ;
KA: Werner Bergmann ; DA: Wolfgang Heinz (Prof. Mamlock), Hilmar Thate (Rolf Mamlock) ...
nach dem gleichnamigen Drama von Friedrich Wolf

Eine deutsche Universitätsstadt zu Beginn des Jahres 1933. Professor Mamlock ist Jude und Chef einer chirurgischen Klinik. Politik interessiert ihn nicht, auch nicht die Warnung vor den Nazis. Er setzt auf Staat, Familie und humanistische Prinzipien. Den verwundeten Kommunisten Walter versorgt er zwar medizinisch, aber er versteht ihn nicht. Seinem Sohn Rolf weist er die Tür, als dieser zum Widerstandskämpfer wird. Seiner Tochter Ruth glaubt er nicht, daß man sie als Jüdin aus der Schule geworfen hat. Auch die völkischen Reden des Dr. Hellpach hat er nie ernst genommen. Erst als auch er seine Arbeit verliert und von SA-Leuten aus der Klinik geführt wird, bricht sein Glaube an Recht und Ordnung zusammen. Durch die Intervention eines einflußreichen Unternehmers bekommt er seine Arbeitserlaubnis wieder. Als Chefchirurg muß er jedoch die Entlassungsliste der anderen jüdischen Mitarbeiter unterschreiben. Mamlock weigert sich, es kommt zur Auseinandersetzung mit dem kommissarischen Leiter Dr. Hellpach, in deren Verlauf sich die Ärztin Inge Ruoff., Mitglied der NSDAP, auf die Seite Mamlocks stellt. Aber Mamlock sieht für sich keinen Ausweg und wählt den Freitod.
(Quelle: Das zweite Leben der Filmstadt Babelsberg : DEFA-Spielfilme 1946-1992 / Hrsg.: Filmmuseum Potsdam ; Red.: Ralf Schenk. – Berlin : Henschel Verl. 1994, S. 406)

 

1964 – Der geteilte Himmel

RE: Konrad Wolf ; BU: Christa Wolf, Gerhard Wolf, Konrad Wolf, Willi Brückner, Kurt Barthel ; KA: Werner Bergmann ; DA: Renate Blume (Rita Seidel), Eberhard Esche (Manfred Herrfurth) ...
nach dem gleichnamigen Roman von Christa Wolf

Nach einer Nervenkrise kommt Rita Seidel in das kleine Dorf zurück, in dem sie aufgewachsen ist. Die Zeit der Genesung ist verbunden mit einem Rückblick auf die vergangenen Jahre: Als junges Mädchen hat sie sich in den zehn Jahre älteren Chemiker Manfred Herrfurth verliebt. Er nimmt sie mit in die Stadt, fördert ihre Entwicklung. Sie beginnt ein Lehrerstudium. Ihre Beziehung jedoch ist Belastungen ausgesetzt. In Manfreds Haus gibt es Konflikte wegen der spießigen Lebenseinstellung seiner Eltern. Auch im Betrieb hat er Schwierigkeiten, so daß seine Einstellung sich selbst wie seiner Umwelt gegenüber immer zynischer wird. Als man sein neuentwickeltes Verfahren, auf das er große Hoffnungen gesetzt hatte, im Betrieb ohne Begründung ablehnt, geht er verbittert nach Westberlin. Rita besucht ihn zwar, kehrt aber enttäuscht zurück. Sie weiß, dass ihr Platz an der Seite der ehemaligen Kollegen und der Freunde des Lehrerinstituts ist.
(Quelle: Das zweite Leben der Filmstadt Babelsberg : DEFA-Spielfilme 1946-1992 /Hrsg.: Filmmuseum Potsdam ; Red.: Ralf Schenk. – Berlin : Henschel Verl. 1994, S. 421)

 

1966 – Der kleine Prinz

RE: Konrad Wolf ; BU: Angel Wagenstein ; DR: Klaus Wischnewski ; KA: Günter Marczinkowski , DA: Christel Bodenstein (Prinz), Eberhard Esche (Pilot) ...
nach dem gleichnamigen Roman von Antoine de Saint-Exupéry

Der kleine Prinz erzählt einem Piloten, der mitten in der Wüste abgestürzt ist, von seinen Erlebnissen auf anderen Planeten.
(Quelle: Lexikon des internationalen Films / Red.: Horst Peter Koll ; Stefan Lux ; Hans Messias ... hrsg. vom Katholischen Inst. f. Medieninformation. – Reinbek b. Hamburg : Rowohlt, 1995, Bd. I-K., S. 3069)

 

1967 – Ich war neunzehn

RE: Konrad Wolf ; BU: Wolfgang Kohlhaase ; Konrad Wolf ; DR: Gerhard Wolf ; KA: Werner Bergmann ; DA: Jaecki Schwarz (Gregor), Wassili Liwanow (Wadim) ...

April 1945. In der Uniform eines sowjetischen Leutnant kommt der 19jährige Deutsche Gregor Hecker in seine Heimat zurück. Er war acht, als seine Eltern mit ihm nach Moskau emigrierten. Vom 16. April bis 2. Mai fährt er im sowjetischen Militärfahrzeug auf dem Weg der 48. Armee von der Oder nördlich an Berlin vorbei. Mit einem Lautsprecher fordert Gregor die noch vereinzelt kämpfenden Soldaten zum Überlaufen auf. Einige kommen, andere antworten mit Schüssen. Täglich begegnet Gergor Menschen unterschiedlicher Art, hoffnungsvollen, verwirrten, verzweifelten. Bei seinen russischen Freunden fühlt er sich zu Hause, viele der Deutschen geben ihm Rätsel auf. Langsam begreift er, daß es „die Deutschen“ nicht gibt. Er trifft einfache Leute, Mitläufer, Rückversicherer, Überläufer, Durchhaltefanatiker, eingefleischte Faschisten. Die erste Begegnung mit aus dem Konzentrationslager befreiten Antifaschisten wird für ihn zu einem bewegenden Erlebnis. Und als sein Freund Sascha bei einem letzten Kampfeinsatz fällt, steht für den erschütterten Gregor fest, daß er hier am Aufbau eines anderen, besseren Deutschland wirken wird.
(Quelle: Das zweite Leben der Filmstadt Babelsberg : DEFA-Spielfilme 1946-1992 / Hrsg.: Filmmuseum Potsdam ; Red.: Ralf Schenk. – Berlin : Henschel Verl. 1994, S. 434)

 

1971 – Goya

(CO-Produktion DDR/UdSSR)
RE: Konrad Wolf ; SZ: Angel Wagenstein ; DR: Walter Janka, Alexander Dymschitz ; KA: Werner Bergmann, Konstantin Ryshow ; DA: Donatas Banionis (Goya), Oliviera Katarina = Oliviera Vugo (Herzogin Alba) ...
nach dem Roman „Goya oder Der arge Weg der Erkenntnis“ von Lion Feuchtwanger .

Als Hofmaler Karls des IV. von Spanien ist Don Francisco de Goya Lucientes zu Ansehen und Wohlstand gekommen. Seine Gemälde zieren die Galerien der Schlösser. In leidenschaftlicher Liebe fühlt er sich zu der Herzogin Alba hingezogen, und gleichzeitig haßt er die hochnäsige Aristokratin in ihr. Er glaubt an den König und Kirche, genießt seine Stellung bei Hofe. Doch er ist durch und durch Spanier und liebt das Volk. Dieser Widerspruch bringt ihn auf den „argen Weg der Erkenntnis“. Sein Mitarbeiter und Freund Esteve führt ihn zu den wahren Patrioten des Landes. In einer Madrider Taverne begegnet er der Sängerin Maria Rosario, später muß er miterleben, wie sie von der Inquisition verurteilt wird. Von dem Lied, das Maria als Beweis ihrer Schuld vortragen muß, ist er tief erschüttert. Je weiter er in das Leben des Volkes eindringt, daraus Motive für seine Kunst schöpft, desto größer wird seine innere Pein angesichts der Zustände im Land. Seine Kunst wird zum adäquaten Ausdruck der revolutionären Bewegung des Volkes. So gerät er selbst in die Fänge der Inquisition. Aber er schwört der Wahrheit seiner Bilder nicht ab und wählt das Exil.
(Quelle: Das zweite Leben der Filmstadt Babelsberg : DEFA-Spielfilme 1946-1992 / Hrsg.: Filmmuseum Potsdam ; Red.: Ralf Schenk. – Berlin : Henschel Verl. 1994, S. 448)

 

1972/1958 – Sonnensucher

RE: Konrad Wolf ; BU: Karl Georg Egel, Paul Wiens ; DR: Willi Brückner ; KA: Werner Bergmann ;
DA: Ulrike Germer (Lutz), Günther Simon (Franz Beier) ...
PJ: 1958

Wismut 1950. Der Uranbergbau führt Menschen unterschiedlicher Art zusammen. Solche, die einen neuen Lebenssinn suchen, aber auch Abenteurer und Gestrandete. Zwei Frauen, bei einer Razzia in Berlin aufgegriffen, kommen zwangsweise. Das Mädchen Lutz, das schon früh als Weise das Leben von der härtesten Seite kennengelernt hat, und Emmi, die sich nach dem Krieg prostituierte, um zu überleben. Lutz verliebt sich in den Kumpel Günter, lebt einige Zeit mit ihm und verläßt ihn nach großer Enttäuschung. Zwei andere bemühen sich um sie: der Obersteiger Franz Beier und der sowjetische Ingenieur Sergej. Sie sind nicht nur im Ringen um das Mädchen Rivalen. Sergej, dessen Frau im Krieg von Deutschen ermordet wurde, mißtraut Beier, der zwar mit seiner faschistischen Vergangenheit gebrochen hat, aber sich nicht zu diesem Teil seiner Vergangenheit bekennt. Lutz heiratet Beier, bei dem sie erstmals im Leben als Frau Achtung erfährt, aber sie entdeckt, daß sie in Wahrheit Sergej liebt.
(Quelle: Das zweite Leben der Filmstadt Babelsberg : DEFA-Spielfilme 1946-1992 / Hrsg.: Filmmuseum Potsdam ; Red.: Ralf Schenk. – Berlin : Henschel Verl. 1994, S. 451)

 

1974 – Der nackte Mann auf dem Sportplatz

RE: Konrad Wolf ; SZ: Wolfgang Kohlhaase ; DR: Gerhard Wolf ; KA: Werner Bergmann ; DA: Kurt Böwe (Kemmel, Ursula Karusseit ( Gisi Kemmel) ...

Kemmel ist Bildhauer, ein Künstler, der es sich und anderen nicht leicht macht. Auf die Vierzig zugehend, fragt er sich, was er bisher bedeutendes geschaffen hat. Einige Arbeiten werden von den Leuten nicht angenommen. Sein Relief zum Beispiel, das er für ein Dorf angefertigt hat, verschwindet in einem Abstellraum. Der Arbeiter Hannes, den er als Modell für eine Porträtplastik haben will, zeigt kein Interesse. Dann läßt er sich darauf ein. Kemmels Arbeit mißlingt, aber die stundenlangen Sitzungen sind für beide ein Gewinn, jeder dringt ein wenig in die Welt des anderen ein. Kemmel fährt in sein Heimatdorf und bekommt den Auftrag, eine Skulptur für den Sportplatz zu schaffen. Einen Fußballer stellt man sich vor. Was Kemmel schließlich bringt, ist ein Läufer – ein nackter dazu. Die Leute sind peinlich berührt, ablehnend. Doch die Konfrontation mit dem Werk, der vorsichtig einsetzende Umgang mit ihm, führt sie schließlich dazu, es anzunehmen.
(Quelle: Das zweite Leben der Filmstadt Babelsberg : DEFA-Spielfilme 1946-1992 / Hrsg.: Filmmuseum Potsdam ; Red.: Ralf Schenk. – Berlin : Henschel Verl. 1994, S. 458)

 

1977 – Mama, ich lebe

RE: Konrad Wolf ; SZ: Wolfgang Kohlhaase ; DR: Wolfgang Beck ; Günter Klein ; Klaus Wischnewski ; Dieter Wolf ; KA: Werner Bergmann ; DA: Peter Prager (Becker), Uwe Zerbe (Pakonin) ....

Ein Kriegsgefangenenlager in der Sowjetunion. Vier junge Deutsche tauschen ihre Uniform, um an der Seite des ehemaligen Feindes für eine schnellere Beendigung des Krieges zu kämpfen. In sowjetischer Uniform fahren sie mit ihrem Betreuer im Zug an die Front. Den Mitreisenden bleibt nicht lange verborgen, daß sie Deutsche sind. Für sie ist es nicht einfach, mit der neuen Identität fertigzuwerden. Im Lager wurden sie von einigen Kameraden als Verräter bezeichnet. Das Verhalten der sowjetischen Soldaten ihnen gegenüber ist unterschiedlich. Einige sind unsicher, andere betrachten sie als Gleiche. An der Front angekommen, müssen sie sich entscheiden, ob sie einen Auftrag hinter den deutschen Linien übernehmen. Einer bleibt zurück. Die anderen gehen in den Wald, um sich auf den Partisanenkampf einzustellen, und begegnen plötzlich abgeschossenen deutschen Fliegern. Sie sind nicht fähig, auf die Deutschen zu schießen; ihren Betreuer Kolja kostet dies sein Leben. Sein Tod löst große Betroffenheit bei ihnen aus. In der Zwischenzeit haben sich der zurückgebliebene Deutsche und die sowjetische Funkerin Swetlana ineinander verliebt. Sie hält zu ihm, obwohl er von einigen Russen kritisiert wird. Schließlich entscheidet er sich für den Einsatz.
(Quelle: Das zweite Leben der Filmstadt Babelsberg : DEFA-Spielfilme 1946-1992 / Hrsg.: Filmmuseum Potsdam ; Red.: Ralf Schenk. – Berlin : Henschel Verl. 1994, S. 470)

 

1980 – Solo Sunny

RE: Konrad Wolf ; CO-RE & SZ: Wolfgang Kohlhaase ; DR: Dieter Wolf ; KA: Eberhard Geick ; DA: Renate Krößner (Sunny), Alexander Lang (Ralph) ...

Sunny ist eine Schlägersängerin vom Berliner Prenzlauer Berg, die mit einer Band durch Dörfer und Kleinstädte tingelt. Sie sehnt sich nach Glück und Anerkennung als Persönlichkeit. Der Taxifahrer Harry himmelt sie an, doch seine Lebensmaxime, die „schnelle Mark“, ist nicht die ihre. In den Philosophen Ralph verliebt sie sich, wird aber von ihm betrogen. Während der Tourneen muß sie sich ständig den Nachstellungen des Musikers Norbert erwehren. Nach einer handgreiflichen Auseinandersetzung mit ihm und einem Streit mit dem widerlich-dummen Conférencier Benno Bohne, der sie auf der Bühne beleidigt, fliegt sie aus der Band. Deprimiert durch den Rausschmiß und enttäuscht von Ralph betrinkt sie sich, nimmt Schlaftabletten und landet im Krankenhaus. Ihre Freundin Christine kümmert sich liebevoll um sie. Sie schöpft langsam neuen Lebensmut, und eines Tages bewirbt sie sich wieder - bei einer ganz jungen Band, die in einem Hinterhaus am Prenzlauer Berg probt.
(Quelle: Das zweite Leben der Filmstadt Babelsberg : DEFA-Spielfilme 1946-1992 / Hrsg.: Filmmuseum Potsdam ; Red.: Ralf Schenk. – Berlin : Henschel Verl. 1994, S. 483)

 

1981/1982 – Busch singt – sechs Filme über die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts

Künstlerische Oberleitung / Idee: Konrad Wolf
T.1: Aurora - Morgenrot / RE: Erwin Burkert
T.2: Nur auf die Minute kommt es an / RE: Peter Voigt

T.3.: 1935 oder Das Faß der Pandora / RE: Konrad Wolf ; KA: Lothar Keil ....
Die Gesänge von Ernst Busch kommentieren die Ereignisse des Jahres 1935 in Deutschland, wo die Grundlagen für den 2. Weltkrieg gelegt werden: Einführung der Wehrpflicht, des Arbeitsdienstes, Beginn der Aufrüstung. Mit den Nürnberger Rassengesetzen wird die Vernichtung der jüdischen Bevölkerung vorbereitet.
(Quelle: Filmobibliographischer Jahresbericht : 1983 / Hrsg.: Hochschule für Film und Fernsehen der DDR und Staatliches Filmarchiv der DDR . – Berlin : Henschel, 1986, S. 99)

T.4: In Spanien / RE: Erwin Burkert

T.5: Ein Toter auf Urlaub / RE: Konrad Wolf ; KA: Eberhard Geick ...
Ernst Busch ist zum Schweigen verurteilt. Er wird 1940 von Belgien nach Südfrankreich deportiert, kommt dort in ein Lager und wird nach einem Fluchtversuch der Gestapo übergeben. Weitere Stationen sind das Polizeigefängnis Berlin-Alexanderplatz, Moabit sowie das Zuchthaus Brandenburg. Daraus befreit ihn 1945 die Rote Armee. Er gibt ein Konzert vor den Vertretern der Alliierten.
(Quelle: Filmobibliographischer Jahresbericht : 1983 / Hrsg.: Hochschule für Film und Fernsehen der DDR und Staatliches Filmarchiv der DDR . – Berlin : Henschel, 1986, S. 99)

T.6: Und weil der Mensch ein Mensch ist / RE: Erwin Burkert, Peter Voigt

 

Zuletzt geändert:  16.02.2006 11:07:46