11. Transdisziplinäres Kolloquium: Forschung im Kunstlabor

19.01.2012

Prof. Frank Geßner und Julian Klein zu Gast am Institut für künstlerische Forschung. Wir laden Sie herzlich ein zur Teilnahme am elften Transdisziplinären Kolloquium am

Donnerstag, 02. Februar 2012, 17:00 Uhr Raum 1102, der HFF „Konrad Wolf“.

"Begehbares Modell" und "rhizomartige Versuchsreihe": Julian Klein und Frank Geßner verorten ihre künstlerische Arbeit im Feld der Forschung. Im Rahmen des Transdisziplinären Kolloquiums erläutern sie ihre unterschiedlichen Herangehensweisen an die künstlerische Forschung.

Frank Geßner stellt seine kinematografische 360 Grad Installation „Alias Yederbeck“ vor, die im Dezember und Januar in der Schinkelhalle und dem benachbarten Kunstraum Potsdam zu sehen war. „Alias Yederbeck“ skizziert er als „eine hybride »Auto(r)konstruktion« mit dem Ziel, konzeptionelle und prozessuale Strukturen der künstlerischen Werkgenesis sinnlich erlebbar zu machen. Das intermediale künstlerische Forschungsprojekt kreist um Fragen der Identität und bietet in rhizomartigen Versuchsreihen einen sinnlich-anschaulichen Diskurs über die jeweils verwendete Material- und Medienspezifik.“

Julian Klein stellt exemplarisch zwei Projekte vor, die wissenschaftliches Experiment und künstlerische Intervention verknüpfen, um zu neuen Forschungserkenntnissen zu gelangen. „Brain study“ ist ein akustisches Modell des Gehirns aus einem Ensemble von Gehirn-Spielern / Performern, deren elektrische Gehirn-Aktivität über Elektroden am Kopf gemessen und in Klang- und Lichtprojektionen übersetzt wird. Im Theaterexperiment "Languages of Emotion" wurde von Geistes- und Naturwissenschaftlern der Freien Universität gemeinsam mit Künstlern des !KF eine mögliche Lust am Ärger untersucht.

Kurzbiografien

Frank Geßner wurde 1965 in Würzburg geboren. Er studierte Freie Kunst und Kunstgeschichte in Stuttgart und Berlin. Er erhielt den Akademiepreis der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, war Stipendiat der Landesgraduiertenförderung Baden-Württemberg und Meisterschüler an der Hochschule der Künste Berlin. Gastprofessuren an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ Potsdam-Babelsberg, der Universität der Künste Berlin und der China Academy of Art Hangzhou. 2002 und 2003 Prämierung „Gute Lehre“ der Universität der Künste Berlin. 2004 Berufung auf die Professur Bildkunst für Animation an die Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ Potsdam-Babelsberg. Von 2006 bis 2009 zugleich Vizepräsident für Lehre, Forschung und Entwicklung und seit 2009 Professor für Theorie und Praxis der Bildkunst. 2011 Gastprofessur am Jilin Animation Institute Changchun / China.

Julian Klein ist Komponist und Regisseur, Direktor des !KF - Instituts für künstlerische Forschung am Radialsystem V Berlin, künstlerischer Leiter der Gruppe a rose is, Dozent für Regie des experimentellen Musiktheaters an der Universität der Künste Berlin und der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin sowie für Performance und interdisziplinäre Projektentwicklung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Derzeit ist er auch Gastwissenschaftler am Institut für Verhaltens- und Neurobiologie der Freien Universität Berlin / Exzellenzcluster „Languages of Emotion“, und war Mitglied der Jungen Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. Er studierte Komposition bei Reinhard Febel, Nigel Osborne, Heiner Goebbels und Wolfgang Rihm, sowie Musiktheorie, Mathematik und Physik, und war während des Studiums Regieassistent und Bühnenkomponist u.a. am Niedersächsischen Staatstheater Hannover (Intendanz Ulrich Khuon).

Persönliche Website und !KF am Radialsystem V Berlin

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