
Acht führende Unternehmen und Forschungsinstitute arbeiteten vom 01.04.2008 bis zum 28.02.2011 in einem Forschungskonsortium zusammen, um für die Einführung des dreidimensionalen Medienkonsums in Kino, TV und Spielen zukunftsweisende Technik und tragfähige Geschäftsmodelle zu entwickeln. Das Forschungsprojekt mit dem Titel "PRIME -PRoduktions- und Projektionstechniken für Immersive MEdien" wurde durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie BMWi gefördert. Innerhalb des Forschungskonsortiums führte die HFF Qualitätsbeurteilung und Akzeptanztests zu 3D-Kino, 3DTV und 3D-Gaming durch. Das Projekt läuft
Die Arbeitspakete der HFF innerhalb des PRIME-Konsortiums umfassten vor allem Qualitätsbeurteilungen und Akzeptanztest und Aufgaben der Öffentlichkeitsarbeit. Für die Akzeptanztests entstand an der HFF ein 3D-Kurzspielfilm "Topper gibt nicht auf". Da die überwiegende Zahl von 3D -Filmen zu Beginn des Forschungsprojektes zu den Genres Horror, Adventure bzw. Familienunterhaltung (wie „Ice Age 3D“, „Bolt - Ein Hund für alle Fälle“ oder „Oben“) zählten, wurde an der HFF ein Film außerhalb dieser Genres produziert, um die Wirkung des räumlichen Effekts auch jenseits etwaiger Genrevorlieben durch das Publikum beurteilen zu lassen. Die 3D-Realfilmproduktion bot Lehrenden und Studierenden die Möglichkeit, sich kreativ und ganz praktisch mit den neuen dramaturgischen und visuellen Möglichkeiten im dreidimensionalen Kinoraum auseinander zu setzen. Er feierte im Mai 2010 seine Premiere in Berlin.
"Topper gibt nicht auf" wurde als digitale Kinokopie (3D-DCP) sowie auf Blu-Ray mit etlichem Bonusmaterial veröffentlicht. Hierfür wurde ein eigenständiges Making-of produziert, welches den Forschungs- und Entwicklungsprozess der Studierenden aufzeigten.
"Topper gibt nicht auf!" erzählt die Geschichte von Axel, der Regie studiert und die männliche Hauptrolle seines aktuellen Films mit seinem Idol Til Topper besetzt. Topper entpuppt sich allerdings beim Dreh als arroganter Exzentriker, der droht alles hinzuschmeißen. Doch dann kommt Marleen. Sie spielt die weibliche Hauptrolle, weckt seinen Ehrgeiz und – ist Axels Freundin. Für den Film konnten prominente Schauspielerinnen und Schauspieler gewonnen werden wie Claude-Oliver Rudolph („Das Boot“, „James Bond 007: Die Welt ist nicht genug“), Maximilian Vollmar („Die Welle“, „Nancy and Frank – A Manhattan Love Story“) und Anna-Maria Sturm („Beste Zeit“, „Beste Gegend“). Von Jennifer Hoffmann und Robert Laatz, beide wissenschaftliche/künstlerische Mitarbeiter der HFF, die Projektleiter für die Filmproduktion sind, mal abgesehen, setzt sich der Stab aus Studierenden der HFF zusammen: Félix Koch (Regie), Florian Hawemann (Drehbuch), Benjamin Raeder (Kamera), Paul Andexel (Produktionsleitung) und vielen, vielen weiteren Studierenden der HFF.
Als erster 3D-Realfilm einer deutschen Filmhochschule hat Topper eine für einen Kurzfilm erstaunliche Presseresonanz gehabt, u.a. mit Artikel bei Zeit und Spiegel online, fast allen Tageszeitungen der Hauptstadt etc. Darüber hinaus erhielt Topper beim französischen Permiers Plan Festival Anger 2011 den Preis als bester europäischer 3D-Debütfilm. Er lief bereits auf diversen Festivals, war nominiert für den Produzentenpreis bei Sehsüchte 2011 und das 3D-Intro des Films, realisiert von VCC Berlin, ist für den Animago 2011 in der Kategorie "Beste Stereo-3D-Produktion" nominiert.
Die HFF-Medienwissenschaftler bauten im Rahmen von PRIME einen Forschungsschwerpunkt zur Rezeption von 3D-Inhalten an der HFF auf und leisteten damit Pionierarbeit auf diesem neuen Forschungsgebiet. Die medienwissenschaftliche Forschung wurde von Prof. Dr. Claudia Wegener geleitet. Im Bereich der Qualitätsbeurteilung und Akzeptanztests wurden im ersten Schritt Beurteilungskriterien definiert werden, die zur Qualitätsbeurteilung bzw. der Nutzerakzeptanz der stereoskopischen/ mehrdimensionalen Inhalte dienen werden. Im Weiteren wurden diese Beurteilungskriterien in empirische quantitative und qualitative Untersuchungen überführt. Weitere Informationen zu den medienwissenschaftlichen Untersuchungen gibt es hier.
Weitere Informationen zum Forschungsprojekt PRIME finden sich auf seiner Website. Das Projekt wurde gefördert durch
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