
Prof. Dr. Claudia Wegener
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Mariann Gibbon
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
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Acht führende Unternehmen und Forschungsinstitute haben sich zu einem Konsortium zusammengeschlossen, um für die Einführung des dreidimensionalen Medienkonsums in Kino, TV und Spielen zukunftsweisende Technik und tragfähige Geschäftsmodelle zu entwickeln. Unser Vorhaben mit dem Titel PRIME -PRoduktions- und Projektionstechniken für Immersive MEdien wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie BMWi gefördert. Innerhalb des Forschungskonsortiums führt die HFF Qualitätsbeurteilung und Akzeptanztests zu 3D-Kino, 3DTV und 3D-Gaming durch.
Die Laufzeit des Projekts ging zunächst vom 01.04.2008 bis zum 30.09.2010. Sie wurde für die konzeptionelle Entwicklung des 3D-Innovationszentrums in Berlin und für die Auswertung des dokumentierten Workflows einer 3D Produktion bis zum 28. Februar 2011 verlängert.
Im Bereich der Qualitätsbeurteilung und Akzeptanztests wurden im ersten Schritt Beurteilungskriterien definiert, die zur Qualitätsbeurteilung bzw. der Nutzerakzeptanz der stereoskopischen/ mehrdimensionalen Inhalte dienten und im weiteren Verlauf der Studie in empirische quantitative und qualitative Untersuchungen überführt wurden. Es ging zunächst darum, die Akzeptanz und Beurteilung von 3D-Anwendungen in der Bevölkerung zu untersuchen und dabei diejenigen Nutzergruppen herauszufiltern, die sich durch eine besondere Affinität gegenüber stereoskopischen/ mehrdimensionalen Inhalten auszeichnen wie auch diejenigen, die sich den neuen Darstellungsformen verschließen.
Eine weitere Fragestellung, die sich an diese Untersuchungen anschloss war die nach den Effekten und möglichen Verstärkungen, die 3D auf die Wahrnehmung bei Kindern und jungen Erwachsenen haben kann. Dies wurde in einer eigenen Studie untersucht und ausgewertet.
In einem weiteren Schritt wurden anhand des an der HFF und im Rahmen von PRIME entstandenen stereoskopischen 3D-Films "Topper gibt nicht auf" in Real Time Response Messungen ausgewertet, inwiefern ein 3D-Effekt Filminhalte aufwertet.
Ziel war es, empirisch abgesicherte und fundierte Erkenntnisse über unterschiedliche Aspekte der Beurteilung und Akzeptanz stereoskopischer /mehrdimensionaler Inhalte zu gewinnen, die bei der Akquisition und Bearbeitung dieser Inhalte für die verschiedenen Verwertungskanäle beachtet werden müssen.
Die gebündelten Ergebnisse aus den Untersuchungen des ersten Projektabschnittes werden 2011 in einem Buch veröffentlicht.
Nachdem im ersten Projektabschnitt von PRIME mit qualitativen und quantitativen Verfahren Untersuchungen zur Akzeptanz von stereoskopischem 3D und zur Zuschauerrezeption durchgeführt wurden, geht es in dem nächsten Schritt darum, die gewonnenen Erkenntnisse nutzbringend einzusetzen. Zusammen mit den Konsortiumsmitgliedern unter der Leitung des Fraunhofer Heinrich Hertz Instituts wird bis Ende Februar 2011 an dem Konzept eines 3D-Innovationszentrums mitgearbeitet, welches insbesondere als Informationszentrum und Entwicklungsplattform für Anwender und Entwickler von 3D-Technologien fungieren soll. Die Aufgabe der HFF besteht im Wesentlichen darin, Optimierungsbedarf und Verbesserungsmöglichkeiten für die am Workflow einer 3D-Produktion beteiligten Parteien zu identifizieren und ein Konzept für die Aus- und Weiterbildung im Bereich 3D zu entwickeln.
Zu den künstlerischen Forschungsaspekten des Projekts siehe auch: IKF