In der Reihe Gender Aktuell werden Filme vorgestellt, die genderrelevante Themen behandeln und hierfür mit zusätzlichen Fördermitteln ausgestattet wurden.
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28.06.2011:
Katrin und Steffen ...
... sind 20 und verliebt. Die Zeit nach dem Abitur, in der die Welt aus den Fugen gerät. Katrin will, dass alles so bleibt, sich nichts verändert. Doch Steffen träumt von der Stadt, der Kunsthochschule, von Berlin. Und dann wird Katrin schwanger. An Stelle von ihr kotzt Steffen. Die Erwartungen drücken ihn zu Boden. Katrin tut das, was sie am besten kann: funktionieren. Sie zieht ihren Blazer an und geht weiter zurAusbildung in der Bank. Dort trifft sie Olaf, einen Arbeitskollegen, der gerne mehr wäre und sich alle Mühe gibt. Steffen flüchtet nach Berlin. Katrin schneidet ihre Gefühle ab und spielt Pärchen mit Olaf. Der ist nett, verständnisvoll und nervt sie damit unglaublich. Katrin kann nicht anders, als ihn schlecht zu behandeln. Er lästert über Steffen, und das ist zu viel. Sie sperrt Olaf auf dem Klo der Bank ein. "Defekt" klebt sie an die Tür. Rennt los, in ihr 1000 Emotionen, und dann sitzt Katrin im Auto nach Berlin.
Regie/Drehbuch: Bernadette Knoller
Kamera: Anja Läufer
Produktion: Claudia Schebesta
Montage: Jana Dugnus
Musik: Ekaterina Kaufmann, Peer Kleinschmidt, Dune Hermann
Ton: Torben Seemann
Szenografie: Ilka Meier
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31.05.2011:
Während einer militärischen Übung müssen die Soldatinnen Bella Löw und Sandra Morgenstern entscheiden: Karriere oder Liebe. Bella und Sandra lieben sich. Beide wollen in einer Spezialeinheit Karriere machen. Im Rahmen einer militärischen Übung, die sie als Zugangsprüfung für die Einheit absolvieren müssen, werden sie als Anführerinnen in gegnerische Lager eingeteilt. Für fünf Tage werden sie im Wald ausgesetzt. Während Bella eine Übergabe mit einem Lieferanten organisieren soll, muss Sandra dieses Vorhaben aufhalten. Aus Freundinnen werden Konkurrentinnen.
Klar ist: Nur eine kann gewinnen.
Hintergrund:
Es ist erst knapp zehn Jahre her, dass ein Gesetzesentscheid Frauen in der BRD den Dienst an der Waffe erlaubt. Mittlerweile zählt der aktive Dienst 16.900 Frauen, allein 2.600 davon im Dienstgrad einer Offizierin. Darüber hinaus ist das Thema medial überaus präsent: Im Polizeiruf 110 ermittelt die ehemalige Soldatin Uli Steiger (Stefanie Stapenbeck) im Bundeswehrmillieu. In der Tagespresse schreibt die Journalistin Jasna Zajcek über Ihre Erfahrungen in der Grundausbildung.
Dennoch ist das Kino, wenn man es von Krankenschwestern und Scotts „G.I. Jane2 absieht, doch recht arm an bewaffneten Frauen in Uniform. Der Actionfilm bebildert mit Lara Croft oder mit den „3 Engel für Charly“ lediglich kämpfende Männerträume: Die körperlichen Auseinandersetzungen sind choreografiertes Martial Arts Ballett. Modelkörper an Seilen
„Jetzt aber Ballett“ von Isabell Šuba ist jedoch eine moderne Interpretation des Amazonenmythos und eine Reflektion über die Allmachtsphantasie des soldatischen, des kriegerschen Körpers im modernen Actionfilm.
Mit Adrenalin erzählt Šuba von der menschlichen Tragik des Kompromisslosen. Von der gefährlichen Ambivalenz von Abenteuerfantasie und Töten im Auftrag. Dabei bereichert Sie die Kinogeschichte um zwei neue weibliche Heldinnen, die ganz in der Tradition Linda Hamiltons Sarah Connor oder Sigourney Weavers Lt. Ellen Ripley stehen.
Regie/Drehbuch: Isabell Suba
Kamera: Julia Weingarten
Produktion: Juliane Wothe
Montage: David Hartmann
Musik: Fabrizio Tentoni, Hector Marroquin
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