Prof. Dr. Kerstin Stutterheim
0331.6202-740
k.stutterheim@hff-potsdam.de
Dr. Cornelia Lund
0331.6202-851
c.lund@hff-potsdam.de
Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt "Geschichte des dokumentarischen Films 1945-2005" wird von Dr. Kay Hoffmann vom Haus des Dokumentarfilms in Stuttgart, Prof. Dr. Ursula von Keitz von der Universität Bonn und Prof. Dr. Kerstin Stutterheim, Professorin für AV-Mediendramaturgie und -Ästhetik an der HFF gemeinsam geleitet.
Das Projekt versteht sich als Weiterführung der Untersuchung zum dokumentarischen Film in Deutschland für die Periode von 1895–1945, die bereits abgeschlossen ist und 2005 als dreibändige Ausgabe bei Reclam erschienen ist.
Erstmals soll jetzt eine umfassende Gesamtdarstellung des deutschen Dokumentarfilmschaffens nach 1945 entstehen, die die Entwicklung in beiden deutschen Staaten in den Blick nimmt und in Beziehung zueinander setzt. Bislang unerforschte Archivbestände warten darauf, gesichtet und aufgearbeitet zu werden und auch die Dokumentarfilmerinnen und –filmer sollen in Interviews selbst zu Wort kommen. Erst auf der Grundlage dieses Materials und ergänzt durch zahlreiche Filmanalysen wird eine umfassende Geschichte der Produktions- und Distributionsformen dokumentarischer Filme unter Berücksichtigung ihrer medialen und kulturellen Praktiken erarbeitet.
An der HFF sollen zentrale Themen des dokumentarischen Filmschaffens und ihrer ästhetischen Umsetzung in Korrespondenz zu den Ereignissen der Zeitgeschichte analysiert werden. Erstmals werden auch Themenbereiche in die Untersuchung mit einbezogen, die bisher weniger im Fokus des wissenschaftlichen Interesses standen - etwa Wissenschaftsfilme, Naturfilme oder Filme über Kunst und Künstler.